Montag, 9. Dezember 2013

Produkttest: Gesellschaftsspiel Regenbogenland

Für das Portal Freizeit-Engel durften wir ein tolles Kinderspiel testen: Regenbogenland.

Hierüber möchte ich euch heute berichten.


Zunächst einmal zu den Details:
Alter: ab 4 Jahre
Anzahl der Spieler: 2-6
Hersteller: Amigo

Folgendes ist in der Spielverpackung enthalten:


- 1 Spielbrett
- 2 Würfel
- Spielanleitung
- Spielfiguren
- Glassteine


Das Besondere an diesem Spiel: es ist aus der Reihe der "Ö+Koo-Spiele "Planet-for-the-planet" - alle Spielmaterialien sowie auch die Verpackung sind ökologisch, die Holzteile und das Papier stammen aus nachhaltigen Forstbeständen, alle Drucke und Lacke sind auf Bio-Basis produziert und die Schutzfolie ist recycelbar. Verpackt sind die Spielfiguren z.B. in Papiertüten und nicht - wie sonst üblich - in Plastiktütchen. Daumen hoch!




 Die Spielidee:
Nach einem sonnigen Tag, gefolgt von Regen, entstand ein wunderschöner Regenbogen. Doch der böse Zauberer hat dem Regenbogen die Farbe weggezaubert! Ziel ist es nun, diese Farben wieder einzusammeln und vor dem Zauberer bei der Sonne anzukommen - dann haben alle Spieler gemeinsam gewonnen.



Der Spielablauf:

Zunächst wird das Brett vorbereitet. Die Glassteine werden wahllos auf die vorgegebenen Felder gelegt, die Spielfiguren auf das Startfeld bei der Regenwolke gestellt und der Zauberer nimmt mitsamt seinem lila Würfel in seinem Schloss platz.


Der jüngste Spieler beginnt. Er darf würfeln und seine Spielfigur um die Würfelaugen zu ziehen. Hierbei kann er sowohl vorwärts als auch rückwärts laufen - und ebenfalls seine Augenanzahl auch einem Mitspieler "schenken", damit dieser eventuell auf ein Feld mit Glasstein gelangt. Denn diese müssen alle schnellstmöglich eingesammelt und auf den Regenbogen gelegt werden. Bei den meisten Feldern mit Glasstein darf der Stein einfach genommen werden, bei manchen muss erst eine bestimmte Augenzahl gewürfelt werden - erst dann darf die Spielfigur weitergezogen werden.


Hier kommt nun das Rabenfeld ins Spiel. Sobald der letzte Spieler über dieses Feld gelangt ist, zieht der Zauberer los und versucht ebenfalls, als 1. bei der Sonne anzukommen. Der Zauberer hat einen eigenen Würfel, auf dem die Augenzahlen 0,1 oder 2 zu finden sind. 



Er beginnt ebenfalls auf der Regenwolke, für ihn gelten jedoch die Bedingungen auf den Sonderfeldern nicht.
 

nun würfelt also jeder Spieler mit 2 Würfeln, setzt erst immer den Zauberer um die gewürfelte Zahl vor, dann die eigene Spielfigur oder eben die eines Mitspielers. Wenn der Zauberer einen Spieler überholt, macht dies nichts - lediglich am Ende zählt, wer zuerst bei der Sonne angekommen ist: der Zauberer (dann haben alle Spieler verloren) oder alle Spieler (dann haben die Mitspieler alle gemeinsam gewonnen).


Auf die Sonne kommt ein Spieler nur mit korrekter Augenzahl - in diesem Bild müsste der beige-Farbige Spieler eine 1 würfeln:


Gewonnen! Bevor der Zauberer auch nur halb seinen Weg bestritten hat, haben es die 2 Spieler schon geschafft und dem Regenbogen ihre Farbe zurückgegeben.







Zusammenfassend kann man sagen:

Beschreibung / Verpackung:

Die Beschreibung ist verständlich erklärt, 1x vorgelesen und schon hatte auch unser 4-jähriger Philipp sofort verstanden, worum es geht und was zu tun ist. Viele bunte Beispielbilder und größere Schrift helfen auch Erstlesern, sich die Beschreibung allein durchzulesen und sich zurecht zu finden.
Die Verpackung ist, wie oben bereits erwähnt, umweltfreundlich - und das hat für mich nochmal ein Sonder-Lob verdient! Alle Produkte recycelbar, davon können sich andere Spiele-Hersteller noch eine Scheibe abschneiden!! Die Größe der Packung ist auch super, quadratisch und "daumenlang" hoch - so passt es in jedes Regal.

Hierfür vergebe ich sehr gern 5 von 5 möglichen Wölkchen!

Material:

wie eben erwähnt: Holz, Papier, Glas - alles keine Restprodukte, alle Materialien können, wenn man das Spiel irgendwann nicht mehr nutzt (wobei ich mir das gar nicht vorstellen kann, es ist doch gerade für die Kleinen so ein toller Zeitvertreib!) super dem Recyclingkreislauf zugefügt werden. Da es nur 5 mögliche Wölkchen gibt, vergebe ich diese komplett - sonst hätt ich noch mehr gegeben =) !

Spielspaß für Kinder:

Hier habe ich persönlich Positives und Negatives zu sagen. Zum einen: mein 4-jähriger hatte irre Spaß! Die tollen Glassteine einfangen, auf die richtige Position auf dem Regenbogen legen, dazu noch die große Schadenfreude, wenn der Zauberer mal wieder nicht vom Fleck kommt - er war soooo begeistert und hat zig mal hintereinander spielen wollen.

Anders mein 7-jähriger... der auch mit dem kleinen Bruder eine Partie gespielt hat. Als er sich die Beschreibung durchlas, kam sofort ein: "da hat der Zauberer doch keine Chance! Man muss doch nur eine einzelne Figur die ganze Zeit vor dem Raben stehen lassen, bis alle anderen sicher sind und erst dann mit der Figur weiterziehen!" - da man ja seine gewürfelten Augenzahlen an Mitspieler verschenken kann, muss es schon mit dem Teufel zugehen, wenn der Zauberer überhaupt mal gewinnt - bei uns hat er es nie bis über die Hälfte geschafft,und wir haben das Spiel hier mittlerweile wohl so ca. 20 x gespielt. Auf Dauer wird das dann ja schon langweilig.

Daher vergebe ich 4 von 5 Wölkchen, da das Spiel ja ab 4 Jahren ist und wie gesagt, der 4-jährige hat auch einen großen Spaß beim Spielen!

Spielspaß für Eltern:
Aufgrund der eben bereits genannten Punkts muss ich leider sagen, dass der Spielspaß für Erwachsene nicht arg hoch ist. Schön ist es natürlich, gemeinsam mit dem Kind den Sieg errungen zu haben, und es ist auch wundervoll zu sehen, wenn sich ein kleines Kind so über seinen Gewinn freut - aber das war es dann auch.

Daher kann ich leider nur 2 von 5 Wölkchen vergeben, sorry!

Fazit:
insgesamt vergebe ich 4 von 5 Wölkchen. Sollte es eine Neuauflage des Spiels geben, möchte ich den Erstellern auf den Weg mitgeben, die Spielregel mit dem "Augenzahlen schenken an Mitspieler" noch einmal zu überdenken. Vielleicht kann man hier ja noch eine etwas abgewandelte Variante für ältere Kinder machen, z.B. ab 6 Jahren dann nicht mehr "alle Augenzahlen können verschenkt werden", sondern beispielsweise "nur die Zahl 6 darf weitergegeben werden" oder ähnliches. Dies würde die Spannung sicher erhöhen. Wir haben diese Regel bei unserem Spiel mittlerweile eingebaut ;o) .

Eventuell könnte man die Altersangabe auch ändern, anstatt das Spiel "ab 4 Jahren" anzupreisen, wäre ein "für Kinder von 4-6 Jahren" sicher angebrachter.


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