Samstag, 23. März 2013

Produkttest: Gesellschaftsspiel "Drachenreiter" von Cornelia Funke

Cornelia Funke? Eigentlich kennt man sie ja durch die beliebten Kinderbücher "die Wilden Hühner" oder die "Tintenwelt"-Trilogie.
Ihren Fantasy-Roman "Drachenreiter" hat Dominique Ehrhard nun zu einem tollen Gesellschaftsspiel umfunktioniert - das möchte ich euch heut gern vorstellen!


Erschienen ist das Spiel im Kosmos-Verlag, und die "Eckdaten" lauten wie folgt:

Anzahl der Spieler: 2-4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 25 Minuten

In der Packung enthalten ist folgendes Spielmaterial:
1 zweiteiliger Spielplan
4 Auftragskarten
8 Abenteuer-Chips
4 gelbe Kampf-Chips
4 Helden-Figuren mit Standfüßen
1 gelbe Nesselbrand-Figur mit Standfuß
2 Würfel


Hier noch einmal im Detail ... der Spielplan und die 2 Würfel:


die Abenteuer-Chips, welche unterschiedliche Drachenzähne auf der Rückseite haben. Auf der Vorderseite haben sie jeweils die Farbe der Figuren oder Nesselbrand.


Nun kann das Spiel beginnen. Zunächst setzt man das Spielbrett zusammen. Anschließend werden die 4 gelben Chips gemischt und auf die Zielfelder, dem Saum des Himmels, gelegt. Hier ist es wichtig, dass keiner vorher weiß, wie viele Drachenzähne jeweils unter welchem gelben Plättchen ist.


Nun werden die 4 Auftragskarten gemischt und jeder Mitspieler zieht eine Karte. Diese sollte er seinen Mitspielern nicht zeigen. Die Auftragskarten zeigen, wie die Figuren im Saum des Himmels am Ende idealerweise stehen sollten, um möglichst viele Punkte zu bekommen und somit zu gewinnen.

Nun werden die farbigen Chips jeweils auf die größeren Felder der Strecke verteilt, wobei die Anordnung der Farben egal ist.
 

Die Figuren werden nach Anleitung aufgestellt: Nesselbrand auf das Startfeld und die farbigen so wie abgebildet:


Nun darf gewürfelt werden. Anzumerken ist, dass keiner der Mitspieler eine bestimmte Farbe zugeordnet bekommt - jeder kann mit allen Figuren ziehen. Der jüngste Spieler beginnt und würfelt nun also. Hierbei gibt es jetzt mehrere Würfelmöglichkeiten.

1. er würfelt das N für Nesselbrand und einen Rückwärtspfeil: Nesselbrand muss bis zum letzten der Spielfiguren vorrücken - diese Figur wird ein Feld vorgestellt. Mit einer anderen Figur muss der Spieler, der an der Reihe ist, ein Feld zurückgehen.


2. Er würfelt eine Zahl und das N. Die Zahl gibt an, wie weit eine beliebige Spielfigur (nicht der Nesselbrand!) vorgerückt werden darf. Belegte Felder werden hierbei übersprungen. Anschließend muss er durch das gewürfelte N den Nesselbrand wie unter 1 beschrieben vorrücken.


3. 2 Zahlen werden gewürfelt: hierbei zieht der Spieler eine oder 2 beliebige Figuren um die Augenanzahl vorwärts.






Nun gibt es noch die Abenteuer-Felder mit den farbigen Chips. Kommt ein Spieler mit der entsprechenden Figur auf die richtige Farbe, so darf er den Chip an sich nehmen. Unter diesem Chip sind Drachenzähne, die Punkte sind. Diese Chips sind jedoch noch  nicht gewonnen, denn wenn Nesselbrand angreift und ein Spieler hat einen Chip in entsprechender Farbe, so muss ihn dieser abgeben. Haben 2 Spieler die entsprechende Farbe, so darf derjenige, der das N gewürfelt hat, bestimmen, wer den Chip abgeben muss.

So geht das Spiel weiter, bis alle 4 Figuren im Saum des Himmels angekommen sind. Nun beginnt der Kampf gegen Nesselbrand. Die Auftragskarten werden aufgedeckt... und es wird geschaut, wer einen oder mehrere Figuren auf der richtigen Position hat. Ist dies der Fall, gehört ihm/ihr der gelbe Chip unter der Spielfigur. Auch unter diesen Chips sind Drachenzähne aufgezeichnet.

In unserem Fall hätte der Spieler mit der Auftragskarte, die an 2. Stelle von rechts liegt, gewonnen, da hier alle Positionen übereinstimmen. Dies war Zufall, wir haben öfter gespielt und hatten maximal 2 Übereinstimmungen pro Person.



Nun werden alle Drachenzähne der einzelnen Spieler gezählt - der mit den meisten Zähnen hat gewonnen!

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Meine Meinung:
unser 1. Spiel war etwas holprig, wir mussten ständig nachlesen, wie was wo warum so gemacht wird - und vor allem warum der Nesselbrand nun dies und das tun muss. Aber beim 2. Durchgang brauchten wir die Beschreibung schon nicht mehr. Die Spielidee ist toll, vor allem für Jungen im Grundschulalter, denn da sind Drachen natürlich total "in" =) ... vor allem unser 6-jähriger war total begeistert! Dadurch, dass das Spiel immer wieder variiert wird und man vorher nie weiss, wie der Auftrag ist und welche Zähne sich unter welchem Plättchen befinden, wirds auch nicht so schnell langweilig und kann mehrmals hintereinander gespielt werden. Die Illustration hat mich besonders begeistert, das Spielfeld ist toll bemalt und auch die Figuren ein Hingucker. Ein Spiel, dass vor allem Kindern viel Freude bereitet!


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