Donnerstag, 20. Dezember 2012

Charlotte Link: im Tal des Fuchses

Charlotte Link - im Tal des Fuchses
blanvalet Verlag
erschienen 2012
ISBN: 978-3-7645-0350-5
22,99 Euro


Inhalt:
Ryan Lee, ein junger Kleinkrimineller, hat ein Problem: er muss irgendwie schnellstmöglich an eine Menge Geld kommen, da ihm ein Kredithai im Nacken sitzt und bedroht. Also beschließt er, eine Frau zu entführen und Lösegeld von ihrem Mann zu erpressen. Die Entführung gelingt für ihn problemlos, er versteckt die Frau, Vanessa Willard, in einer Höhle - eingesperrt in eine Kiste.
Doch dann geht alles schief - Ryan wird wegen einer anderen Straftat vor seiner Haustür verhaftet, noch bevor er sich um die Lösegeldforderung kümmern kann - und er schweigt, aus scham. Keiner weiß, wo er Vanessa versteckt hat, für ihren Mann ist die nächste Zeit unerträglich. Nach knapp 3 Jahren wird er entlassen und kommt bei Nora unter, einer Frau, die mit ihm während seiner Haft in Kontakt trat. Zur gleichen Zeit lernt Matthew, der Mann von Vanessa, bei gemeinsamen Freunden Jenna kennen - die 2 kommen sich etwas näher, auch wenn Matthew immer und immer wieder alles mit Vanessa vergleicht, über ihr Verschwinden grübelt und sich so einer neuen Beziehung nicht wirklich öffnen kann. 
Dann überschlagen sich die Ereignisse: erst wird Ryans Ex-Freundin vergewaltigt, dann seine Mutter entführt. Der Kredithai nimmt wieder Kontakt mit ihm auf und setzt Ryan unter Druck. Kurze Zeit später verschwindet wieder eine Frau, auf die gleiche Weise, wie Vanessa damals. Das bizarre: sie ist eine gute Freundin von Vanessa und Jenna gewesen... hat Ryan hier wieder seine Finger im Spiel, weil er das Geld so dringend braucht? Oder ist jemand ganz anderes dafür verantwortlich?!
Das wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten ;o)

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Meine Meinung:
Zunächst war das Buch ziemlich langatmig. Es ist ein Thriller, aber außer der Entführung zu Beginn passiert auf vielen Seiten erst einmal gar nichts. Man lernt die Charaktere zwar näher kennen, aber es liest sich ziemlich eintönig. Ich musste mich phasenweise wirklich zusammenreißen, um weiterzulesen - unter einen Thriller stelle ich mir einfach etwas anderes vor. Die Spannung hat mir hier sehr gefehlt. Das Ende wiederum explodiert dann quasi - auf den letzten Seiten passiert alles auf einmal. Ich denke, die knapp 600 Seiten, die das Buch hat, hätte man auf die Hälfte kürzen können - dann wäre es perfekt gewesen!
Was ich auch schade finde - das Buch heißt "im Tal des Fuchses" - jedoch spielt sich hier nur ein winzig kleiner Abschnitt ab. Ich persönlich hätte einen anderen Titel treffender gefunden.

Fazit: 3 von 5 möglichen Sternchen!


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