Donnerstag, 6. Dezember 2012

Catherine Tarley: die Plantage

Catherine Tarley - die Plantage
dtv premium
erschienen 2012
ISBN: 978-3-423-24943-0
16,90 Euro


Inhalt:

Der Roman dreht sich um Antonia Lorimer, einer jungen Witwe, die ihren Mann durch den Unabhängigkeits-Krieg in Amerika verlor und nun versucht, ihre Plantage zu retten, auf die sie zurückkehrt. Die ganze Geschichte spielt Ende des 17. Jahrhunderts in South Carolina.

Eines Nachts findet Antonia in Ihren Stallungen einen sterbenden britischen Soldaten, der von seinem Pferd zur Plantage geführt wurde. Antonia pflegt ihn mit Hilfe einer Indianerin und eines ihrer freigelassenen Sklaven. Wie sich später herausstellt, war Antonias Mann nicht der "nette Mann von nebenan" sondern hatte "Dreck am Stecken", wie man so schön sagt. Und auch der Reiter samt Pferd war nicht zufällig zur Plantage gekommen - das Pferd kannte den Weg bereits. Denn der britische Soldat William war derjenige, der Antonias Mann getötet hat. Allen Widersprüchen zum trotz verliebt sich Antonia in William, der doch eigentlich ihr Feind ist. Er bleibt einige Zeit auf der Plantage und hilft ihr, alles wieder aufzubauen. Doch dann reist er ab, er möchte zurück nach England, weil er sich verpflichtet fühlt. Nachdem er fort ist, begreift Antonia, was viele um sie herum schon länger wussten: sie ist schwanger...

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Meine Meinung:

Zunächst einmal muss ich sagen, dass dies doch tatsächlich der erste historische Roman ist, den ich je gelesen habe. Ich war erst skeptisch, aber die Leseprobe hat mich damals dann doch neugierig gemacht. Das Buch selbst ist sehr dick - ca. 880 Seiten - und leider ist es so, dass sehr viele Dinge sehr detailliert und langatmig erzählt werden, dass man schon wieder denkt "nun ist aber mal gut, weiter in der Handlung bitte!". Ich denke, gekürzt auf 600 Seiten wäre es für den Leser spannender und fesselnder gewesen.

Ansich mag ich den Schreibstil der Autorin sehr, man konnte jederzeit flüssig lesen, und auch wenn man anfangs noch Probleme mit den ganzen Namen und den Intrigen untereinander hatte, so kam man damit nach einer Weile dann doch zurecht. Das Buch selbst gibt einen guten Einblick in die damalige Zeit, die Sklavenhaltung, die Handelsbedingungen und eben auch über die Machtverhältnisse der Börsenmitglieder.

Das Ende kam für mich dann doch überraschend, auch wenn man zwischendurch schon öfter wusste, was als nächstes passiert.

Alles in Allem: ein schöner Roman, aber das wars dann auch. Schöne Geschichte, teilweise aber zu langatmig und detailliert, teilweise vorhersehbar aber dann mit überraschendem Ende... ich würde gern 3 1/2 Sternchen vergeben, da das aber nicht geht, runde ich auf 4 auf.


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