Mittwoch, 17. Oktober 2012

Chris Carter: Der Knochenbrecher

Chris Carter: Der Knochenbrecher

Ullstein-Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2012
ISBN: 978-3-548-28421-7
Preis: 9,99 Euro


Der 3. Fall für Inspector Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Dieses Mal erwartet die beiden ein ganz bizarrer Fall: nach und nach werden Frauen gefunden, die auf brutalste Weise getötet wurden: von innen heraus. Mal durch eine Bombe, mal durch ein Springmesser, mal wurde sie verbrannt. Aber das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit: Alle Frauen waren 30 Jahre alt, hatten dunkle, schulterlange Haare, waren auffallend hübsch und Künstlerinnen...

Als Hunter und Garcia endlich hinter die ganze Geschichte des "Knochenbrechers" blicken, scheint es für die beiden fast zu spät....

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meine Meinung:
wieder hat mich Chris Carter nicht enttäuscht - auch wenn "der Knochenbrecher" nicht der beste seiner 3 Bücher ist. Chris Carter hat einen Schreibstil, der sich flüssig liest, und auch ist das Buch auf seine Art fesselnd. Dies liegt daran, dass er am Ende jedes Kapitels Spannung aufbaut ... z.B., indem Hunter etwas Schockierendes entdeckt - das Kapitel endet dann z.B. mit einem :"was zur Hölle ist das?" ... und schon tritt ein Szenenwechsel auf. Dies finde ich persönlich gut gelungen, und man liest und liest, eben weil man ja wissen möchte, was der Hunter da nun Schreckliches entdeckt hat.

Was mich persönlich aber etwas gestört hat, ist die Geschichte vom Täter. Denn dieser kommt nur ganz am Anfang kurz mal vor in einer Nebenhandlung - und erst gegen Ende des Buches taucht er so wirklich wieder auf. Zwischendrin - man weiss allerdings nicht, wer er ist - entführt er 2 Frauen, dies geschieht allerdings nicht spektakulär und auch nur auf die gleiche Weise. Irgendwie etwas langweilig, und auch nur sehr kurz beschrieben. Ich hätte mir gewünscht, dass er auch auf den ersten 200 Seiten öfter vorkommt, und dass er immer mehr von sich preisgibt durch seine Handlungen, Gedanken oder was auch immer. Einfach damit man selbst auch miträtseln kann, wer er nun ist. Das kann man leider gar nicht. In dem Moment, wo Hunter auf seine Geschichte stößt, wird dann auch schon alles erzählt. Schade!

Übrigens...das Buch heißt "der Knochenbrecher" - Knochen werden allerdings gar nicht gebrochen... vielleicht ist auch hier der Titel nicht wirklich sinnvoll gewählt?!

Also zusammenfassend:

Pro:
- Sympathische Ermittler
- spannende Kapitelenden
- Szenenwechsel

Contra:
- Tätergeschichte
- Titel des Buchs

Ich gebe daher 3 von 5 Sternen: für Carter-Fans auf jeden Fall lesenswert, und für solche, die nicht mit ermitteln möchten, wenn sie ein Buch lesen. Ich persönlich fand seine beiden ersten Bücher ("der Kruzifixkiller" und "der Vollstrecker") um Längen besser. Diese Rezensionen findet ihr hier: Der Vollstrecker   und    Der Kruzifixkiller).




1 Kommentar:

  1. Danke für Deine Rezensionen. Ich kenne noch kein Buch dieses Autors, aber nun werde ich mir mal eines zulegen.
    LG Katrin

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